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| title | type | status | aliases | role | commanders | command_structure | diameter | crew | artificial_intelligence | disappearance_date | return_to_normal_space_year | first_appearance | sources | tags | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| MAGELLAN | ship | canon | Forschungsschiff |
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Co-Captains | 800 m | weit über 600 Personen | ASTRAEA | 2062 | 2067 |
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MAGELLAN
Die MAGELLAN ist ein 800 Meter durchmessendes Forschungsschiff der Forschungsflotte. Thorsten Kemp und Emily Barrington führen es gemeinsam als Co-Captains. An Bord leben zum Zeitpunkt von MAGELLAN Kapitel 1 weit über 600 Menschen.
Das Schiff verschwindet 2062, ungefähr drei Jahre vor DREAMCATCHER Kapitel 1. Für die Figuren in DREAMCATCHER bleiben Ursache und Schicksal ungeklärt. MAGELLAN Kapitel 1 setzt nach ungefähr vier Stunden Bordzeit im Jahr 2067 ein.
Aufbau und Systeme
Die Zentrale ist kreisrund und liegt mittig im Schiffskörper. Ihre Stationen stehen um ein großes Hauptholo und die beiden Sessel der Co-Captains. Neben holographischen Anzeigen besitzen die Konsolen energiesparende konventionelle zweidimensionale Displays. Bei weiterem Energieverlust stehen chemische Notlichter zur Verfügung.
Die ASTRAEA genannte Schiffs-KI verwaltet wesentliche Computersysteme. Das Schiff besitzt mindestens sechs Fusionsreaktoren, mehrere Sektionen, Labore, Freizeitbereiche, Messen, Krankenstation und dezentrale Medo-Points. Andruckabsorber kompensieren die bei extremen Manövern auftretenden Beschleunigungskräfte.
Besatzung
Aktuelle namentlich bekannte Besatzung
| Person | Dienstgrad oder Stellung | Aufgabe und Kenntnisstand in Kapitel 1 |
|---|---|---|
| Thorsten Kemp | Captain; Co-Captain | Gemeinsame Schiffsführung; kümmert sich im Normalbetrieb besonders um die Wissenschaftler. |
| Emily Barrington | Captain; Co-Captain | Gemeinsame Schiffsführung; koordiniert unmittelbar nach dem Zwischenfall die Notfallmaßnahmen. |
| Glaser | Commander | Ingenieur im Maschinenraum; priorisiert Energieversorgung, Kommunikation und Ortung. Eine ausdrückliche Ernennung zum Chefingenieur fehlt bisher. |
| Savely Zotov | Doktor; Leiter der Forschungsabteilung | Ermittelt aus Geschwindigkeit und Bordzeit ungefähr fünf Jahre Zeitdilatation. |
| Corinna Giordano | Lieutenant | OPS; bündelt Informationen zum Schiffsbetrieb und nimmt Thorstens Befehl zur erhöhten Bereitschaft der Sicherheitskräfte entgegen. |
| Jan Junker | Lieutenant | Navigation; misst die extreme Unterlichtgeschwindigkeit, leitet die Bremsung ein und berechnet einen ungefähr zwölfjährigen Rückkurs sowie den begrenzten Aktionsradius. |
| Emília Beranová | Lieutenant | Waffenstation; überbringt zunächst den Zustandsbericht der Krankenstation. |
| David Butters | Ensign | Funk; gehört seit drei Monaten zur Besatzung und dient nach Kommunikationsausfall als Läufer. |
| Victoria Johansen | Dienstgrad unbekannt | Ortung; liefert die ersten optischen Außenaufnahmen. |
| ASTRAEA | Schiffs-KI | Schiffscomputer; extrapoliert Position und Entfernung aus unvollständigen Sensordaten. |
Ehemalige bekannte Besatzung
- Nathalie Kemp-Barrington absolvierte während ihrer integrierten Akademieausbildung einen Teil ihres Dienstes auf der MAGELLAN unmittelbar unter ihren Eltern.
- Jason Finch absolvierte seine erste Verwendung in der Raumflotte auf der MAGELLAN.
Für beide ist keine Anwesenheit beim Verschwinden 2062 belegt; sie werden deshalb nicht in die aktuelle Besatzungsliste aufgenommen.
Tatsächliche Ursache
Nach verbindlicher Autorenfestlegung liegt keine Fehlfunktion des Schiffs oder des Hyperantriebs vor. Die MAGELLAN gerät im Hyperraum in die Auswirkungen eines ausbrechenden Magnetarausbruchs. Das starke magnetische Phänomen schlägt aus dem vierdimensionalen Normalraum in den Hyperraum durch und schleudert das Schiff in das galaktische Halo. Kapitel 1 offenbart diese Ursache noch nicht.
Im Normalraum bewegt sich die MAGELLAN mit exakt gemeldeten 99,999999584 Prozent der Lichtgeschwindigkeit. Die Bordchronometer weisen ungefähr vier Stunden bei dieser Geschwindigkeit aus; Zotov berechnet rund fünf Jahre Außenzeit mit zunächst einigen Monaten Unsicherheit. Diese Werte sind mathematisch miteinander vereinbar. ASTRAEA schätzt die Entfernung zur Erde auf ungefähr 150.000 Lichtjahre, warnt aber wegen lückenhafter Sensordaten vor bis zu 20 Prozent Messfehler.
Zustand nach der Verschleppung
Unmittelbar nach dem Zwischenfall sind die Menschen in der Zentrale bewusstlos oder benommen und weisen überwiegend Kopfverletzungen auf. In der übrigen Besatzung gibt es zahlreiche Verletzte und teilweise schwere elektrische Verbrennungen. Zum Zeitpunkt von Beranovás erstem Bericht sind keine Todesfälle bekannt. Eine spätere, vorläufig abschließende Meldung der Medo-Points nennt 13 Tote, 368 Leichtverletzte und 48 Schwerverletzte, von denen 33 in Lebensgefahr schweben.
Die Computersysteme, interne Kommunikation, Ortung und Überlichtantriebe fallen zunächst aus. Lebenserhaltung arbeitet in den meisten beziehungsweise vermutlich allen Sektionen reduziert; einige Labore und ein Freizeitbereich werden evakuiert. Von sechs Fusionsreaktoren sind die Reaktoren 3 bis 6 ausgefallen, aber voraussichtlich neu startbar, während 1 und 2 wieder normal arbeiten. Gestörte Energieleitungen verhindern zunächst die vollständige Wiederinbetriebnahme.
Im Verlauf des Kapitels kehren Energieversorgung, holographische Anzeigen, wichtige Kommunikationsverbindungen und große Teile ASTRAEAs zurück. Die medizinischen Teams verteilen sich auf Krankenstation und Medo-Points; zusätzliche Freizeitbereiche und Messen dürfen als Behandlungsräume dienen.
Thorsten informiert die gesamte Besatzung über die Entfernung zur Erde, die verlorenen fünf Jahre und die Opferbilanz. Danach lässt er die Sicherheitskräfte in erhöhte Bereitschaft versetzen. Junkers Berechnung für einen optimalen Kurs zurück zur Erde ergibt ungefähr zwölf Jahre Reisezeit. Bei FTL 12.500 besitzt die MAGELLAN mit ihren verbliebenen Vorräten jedoch nur ungefähr 1.500 Lichtjahre Aktionsradius.
In Reichweite liegen drei Sterne, die ASTRAEA vorläufig der Spektralklasse K zuordnet und auf ungefähr zwölf Milliarden Jahre schätzt. Die MAGELLAN kann nur einen davon erreichen. Thorsten entscheidet sich für den nächsten Stern in Richtung Erde.
Figurenwissen in DREAMCATCHER
Nathalie und die übrigen Figuren kennen weder Magnetarausbruch noch Verschleppung oder Zeitdilatation. Eine Hyperantriebsfehlfunktion ist lediglich eine innerhalb ihres Wissensstands mögliche, objektiv jedoch falsche Erklärung.
Jason Finch diente bei seiner ersten Verwendung in der Raumflotte auf der MAGELLAN und beschreibt den Führungsstil von Kemp und Barrington als ungewöhnlich persönlich und von der Besatzung geschätzt.
Quellen- und Continuity-Hinweise
- MAGELLAN Kapitel 1 ist abgeschlossen und vollständig ausgewertet.
- Die Entfernung von 150.000 Lichtjahren ist kein exakter Positionswert, sondern ASTRAEAs Extrapolation mit bis zu 20 Prozent möglicher Abweichung.
- „Weit über 600 Menschen“ ist keine genaue Besatzungszahl.
- Glaser handelt erkennbar leitend im Maschinenraum, wird aber noch nicht ausdrücklich als Chefingenieur bezeichnet.
- Der Bericht „keine Todesfälle, bisher“ gilt nur für den Zeitpunkt der ersten Abfrage. Die spätere vorläufige Bilanz nennt 13 Tote; weitere 33 Menschen schweben zu diesem Zeitpunkt in Lebensgefahr.
- Die ungefähr zwölf Jahre Rückflugzeit sind eine Navigationsberechnung, keine bereits ausgeführte Reise. Der aktuelle Aktionsradius reicht nicht für einen direkten Rückflug.